2018

Mitteldeutschland-Cup in Weißenfels 2018

Die Wüstenselbitzerin Linda Rotter hat beim MTB-Mitteldeutschland-Cup in Weißenfels bei Leipzig einen herausragenden Sieg in der U17 eingefahren. Nachdem es am Morgen durchgehend geregnet hatte, wurde die sonst schon sehr anspruchsvolle Strecke noch glitschiger und damit sehr schwer zu befahren. Linda  hängte sich nach dem Start ans Hinterrad der Führenden, beide konnten sich schon in der ersten Runde vom übrigen Feld absetzen. In der zweiten Runde rutschte die FCW-Fahrerin an einem matschigen Berg ab und musste vom Rad absteigen, dadurch konnte die Konkurrentin davonfahren. Weil diese genauso mit den Streckenverhältnissen zu kämpfen hatte, konnte sie durch die Wüstenselbitzerin wieder gestellt und überholt werden. Auf der immer schlechter werdenden Strecke ist es Linda dann gelungen, einen Vorsprung herauszufahren und mit eineinhalb Minuten Vorsprung als Siegerin über die Ziellinie zu fahren.
he

MTB-WM in Lenzerheide 2018

Nachdem ich sich Martin Guth in den letzten beiden Jahren nicht für die MTB-Weltmeisterschaften qualifizieren konnte, ging er in dieses Jahr umso motivierter seine dritte WM in der Elite Kategorie an. In der Weltrangliste hat er vor der WM auf Position 99 gelegen, dies bedeutete für ihn, dass er mit der Startnummer 69 in den MTB Cross-Country Wettkampf einsteigen konnte, der in Lenzerheide in der Schweiz vor über 25 000 Zuschauern ausgetragen wurden.
Mit einem passablen Start kam der Wüstenselbitzer gut ins Rennen und hat nach einer Runde auf Position 57 gelegen. Zwar nicht unbedingt eine super Ausgangsposition, aber unter Berücksichtigung seiner Startposition war dies für Gluth völlig okay. Von hier aus hatte er sich vorgenommen eine Aufholjagd in die Top40 zu starten. Mit konstanten Rundenzeiten machte er die eine und andere Positionen gut, verlor aber zwischendurch aber auch immer wieder ein paar Plätze. „Die Tendenz zeigte zwar nach vorne, aber leider nur sehr gering“, resümierte er. Am Berg fühlte er sich eigentlich kraftvoll und in den technischen Passagen hatte er gute Linien, erzählt er. Allerdings hatte er das Gefühl, dass er nicht wie gewohnt an seine Leistungsspitzen gehen konnte. Deshalb versuchte Guth möglichst konstant zu fahren und immer Druck zu machen. Doch es reichte nicht weiter nach vorne als auf Platz 53 im Ziel. „Es lief leider nicht wirklich zufriedenstellend für mich, ich konnte nicht das Ergebnis erreichen, das ich mir vorgenommen hatte. Wie schon beim Weltcup in Andorra hat sich die Höhe zu stark negativ auf meine Leistung ausgewirkt. Ich habe alles gegeben, deshalb muss ich zufrieden sein“, so der Wüstenselbitzer im Telefonat.
Weltmeister wurde in seiner Heimat Nino Schurter, der zum vierten Mal hintereinander den Titel holte.
Die Saison ist für Guth noch nicht zu Ende. Nach einer Woche Pause geht er in zwei Wochen bei einem HC Rennen in Polen an den Start. Danach fährt er noch zwei XCO Rennen in Israel und zum Abschluss das „Epic Israel“ zusammen mit seinem ehemaligen Teamkollegen Shlomi Haimy.
he

EM 2018 Glasgow

Eine Reifenpanne in der vorletzten Runde hat den Wüsteselbitzer Martin Gluth um sein Wunschergebnis, ein Platz unter den Top20, bei der Mountainbike-Europameisterschaft in der schottischen Hauptstadt Glasgow gebracht. Bis dahin sei alles recht gut nach Wunsch gelaufen. Martin ist aufgrund der Weltcup-Ergebnisse mit der Startnummer 37 ins Rennen gegangen.
Die Startphase erfolgte auf einer etwa 700 Meter langen Schotter-Runde. Ihm sei es gelungen, sich ziemlich gut im Feld nach vorne zu schieben. Etwa an Position 30 ging er in die erste Runde. Schnell hatte er seinen Rhythmus gefunden, „und ich konnte mein Ding fahren“. Zwischendurch habe er immer wieder ein paar Plätze gut machen können, musste aber auch immer wieder ein paar Räge verloren geben „Aber insgesamt hatte ich Zug nach vorne und war nach der Hälfte der Distanz fast in den Top20 angekommen.“ Ende der vierten von insgesamt sechs Runden verlor er dann aber Luft am Hinterrad. Er konnte zwar bis zur Wechselzone weiterfahren, habe aber dadurch viel Zeit verloren, „weil ich vorsichtig fahren musste um einen kompletten Plattfuß zu vermeiden“. In der Zone wurde das Laufrad gewechselt, was ihm knapp zehn Positionen kostete. In den verbliebenen eineinhalb Runden versuchte er nochmal aufzuschließen. „Aber die Beine waren von dem Boxenstop wie aufgepumpt, das hat mich einfach aus zu Konzept gebracht. Ich konnte aber wenigstes die Position verteidigen und am Ende auf Platz 30 ins Ziel fahren.“
Das Ergebnis hatte sich der Wüstenselbitzer natürlich ganz anders vorgestellt. „Allerdings bin ich vor dem Defekt ein gutes Rennen gefahren und deshalb bin ich auch mit meiner Leistung zufrieden“, so Gluth, der vom ganzen Flair um die Europameisterschaft mit Sportlern aus anderen Sportarten sehr angetan war. „Gestern Abend haben wir mit den Bahnradfahrern, die ja ihre Wettkämpfe auch beendet haben, zusammen gefeiert.“
Den Weltcup in Kanada am Wochenende lässt Gluth aus, „den Stress tue ich mir nicht an“.
he

Transalp 2018

Bereits vor neun Jahren, damals noch im Bike Junior Team und jüngster im Feld, ist der Wüstenselbitzer Patrick Titus das schwerste Mountainbike-Etappenrennen Europas gefahren. Jetzt hat er diese Tortur der Trans Alp Challenge ein weiteres Mal auf sich genommen. In sieben Etappen ging es mit seinem Partner Marco Holzschuher von der BSB Bayreuth und weiteren mehr als 300 Teams aus 38 Nationen über 506 Kilometer und 18 000 Höhenmetern von Imst nach Arco am Gardasee. Mit einem Platz unter den ersten 30 Teams hatten sich beide ein hohes Ziel gesetzt.
Für die erste Etappe von Imst nach Nauders über 89 Kilometer und fast 3 000 Höhenmetern hatten sich die beiden Oberfranken nicht zu viel vorgenommen, sie wollten erst einmal austesten, „wie wir zusammen funktionieren“. Außerdem wollten sie auch noch nicht „zu viele Körner verschießen“, um am Ende der Woche auch noch Reserven zu haben. Mit 4:21:56 Stunden waren sie als 24. im Ziel.
Mit fast 102 Kilometern und über 3 500 Höhenmetern hat bereits am zweiten Tag die Königsetappe von Nauders nach Livigno auf dem Rennplan gestanden. Beide gingen wieder mit ihrer lockeren Einstellung an den Start und waren zügig unterwegs. „Wir konnten bergan und bergab immer nahezu ein identisches Tempe fahren“, so Titus. Nach knapp fünfdreiviertel Stunden bestätigten sie als 23. Ihr Vortagesergebnis. „Wir merkten aber schon, dass unsere Körper so langsam ermüdeten“, bekennt der Wüstenselbitzer. Mit einem guten Essen am Abend haben sie ihre Speicher wieder gefüllt.
Nach einer kühlen Nacht hatte sich auf der dritten mit 68 Kilometern und 2 240 Höhenmetern, einer etwas kürzeren Etappe, von Livigno nach Bormio schon eine gewisse Routine eingestellt. Vom Start weg waren zum Corosello 3 000 über tausend Höhenmeter zu bewältigen. Zu schaffen machten hier den beiden die langen Schiebepassagen. Hier sei es unmöglich gewesen, komplett hochzufahren, der Untergrund sei zu tief und der Anstieg zu steil gewesen. In den letzten langen und schnellen Abfahrten auf Schotter seien die Bremsen des Bayreuthers so heiß geworden, dass sie eine Pause einlegen mussten, weil selbst der Versuch, die Bremsen mit Wasser zu kühlen, fehlgeschlagen waren. „Das Wasser ist einfach verdampft.“ Im „Schneckentempo“ sind sie dann die Abfahrt zu Ende gefahren. Mit dem 25. Platz sei dies dann auch das schlechteste Wochenergebnis gewesen, „wir waren aber froh, dass wir ohne Sturz ins Ziel gekommen sind“, zeigte sich der Wüstenselbitzer erfreut über den glücklichen Ausgang.
Mit „Puhh“, beschreibt der Icehouse-Fahrer die vierte Etappe über 57 Kilometer und fast 2 400 Höhenmetern von Bormio nach Ponte di Legno am vierten Renntag. „Da muss man sich schon motivieren können, wenn man weiß, dass vom Start weg 1 400 Höhenmeter zum Passo Gava zu bewältigen sind“, erzählt schmunzelnd der FCW´ler, denn auf der „hammermäßigen Abfahrt“ seien sie belohnt worden. Im Trial konnten sie Platz um Platz gutmachen und sich in die Top 20 fahren.
Die anspruchsvolle Strecke sei den beiden technisch hervorragenden Mountainbikern sehr entgegengekommen, die reinen Marathonfahrer hätten hier nichts entgegensetzen können. Beide hätten sich gegenseitig gepusht, weil sie annehmen mussten, dass die Konkurrenz am nächsten Berg wieder aufholen würde. „Und wir wollten nicht wieder eingeholt werden.“ Sie dachten, dass sie die folgenden drei kleinen „Hügelchen“ wegdrücken könnten. Am ersten Hügel sind sie dann noch recht gut weggekommen, am zweiten sei es schon nicht mehr so flüssig gegangen und am dritten musste dann wieder eine lange Schiebepassage bewältigt werden. Beide hatten ihre letzten Kräfte aufgebraucht, die Waden hätten gebrannt. Bei der letzten schnellen, technisch schwierigen Abfahrt habe man aber wieder punkten können und das Team ist als 19. über die Ziellinie gefahren.
Mit 50 Kilometern und 1967 Höhenmetern war am fünften Tag von Ponte di Legno nach Val die Sole die kürzeste Stecke auf dem Plan gestanden. Was aber wie ein Sprintrennen ausgesehen hätte, entpuppte sich als harte Arbeit. Wieder mussten nachdem Start 1 200 Höhenmeter auf groben Geröll bewältigt werden. Auch auf der Abfahrt mussten sich die Teilnehmer mit einer „Schotterautobahn“ begnügen, so haben die Oberfranken hier ihre Stärken nicht ausspielen können. Trotzdem reichte es zu einem 22. Platz.
Auf der vorletzten Etappe wollten Titus und Holzschuher nochmal alles auf eine Karte setzen, sie ging über 80 Kilometer und 2 805 Höhenmetern von Val di Sole nach Valle di Chiese. Beide hatten angenommen, dass die Kräfte zur Neige gehen, doch sie konnten sich von Tag zu Tag immer wieder motivieren und ihr gutes Tempo abrufen. „Wir machten einfach unser Ding!“ Auch bei dieser Etappe versuchten sie, am Berg nicht zu viele Plätze zu verlieren sondern sich eher nach vorne zu arbeiten. Am Anstieg überholte sie das eine oder andere Team, jedoch sei der Vorsprung nie groß genug gewesen, so konnten sie in den Abfahrten immer wieder die Lücken schließen. Auf den letzten 15 Kilometern war dann ein richtig starkes Gewitter aufgezogen. „Der Untergrund wurde matschig, die Felsen und Wurzeln rutschig. Genau unsere Sache!“ Weil der Regen ins Gesicht peitsche, sei man die Abfahren fast blind gefahren. Mit dem 21. Platz waren beide total zufrieden.
Endlich sei das Ziel zum Greifen nahe gewesen. Bis nach Arco seien am letzten Tag nochmals 60 Kilometer und über 2 300 Höhenmeter zu bewältigen gewesen. Nach dem neutralisierten Start sei es sofort los gegangen, das Tempo am ersten Berg sei höllisch gewesen. „Mein Wattmesser zeigte ständig knapp 400 Watt an“, erklärte Titus. Die kleineren technischen Abfahrten spielten ihnen wieder in die Karten, zudem sei noch etwas Regen aufgekommen. Sie wussten, dass bei solchen Voraussetzungen für sie ein gutes Ergebnis herauskommen musste. Mussten doch viele, technisch nicht so gute Teams, aufgrund des Regens die Abfahrten zu Fuß gewältigen. Die beiden Oberfranken sind jedoch jede Abfahrt gefahren und alles sei perfekt gelaufen. Nur ein slowenisches Team hatte sich an ihren Hinterrädern festgebissen. Einige Kilometer vorm Ziel sei das Taktieren los gegangen, keiner wollte Fehler machen. Man hat sich gegenseitig belauert, jedoch konnten Titus und Holzschuher deren taktische Absprachen nicht verstehen. „In der letzten Kurve vor der Zielgeraden habe ich „jetzt“ geschrien und wir haben einen Hammersprint hingelegt“, ist Titus im Gespräch immer noch begeistert. Der Wattmesser habe knapp 1600 Watt angezeigt, sie haben den Sprint gewonnen. Nach 3:20:39 Stunden fuhren sie in Arco auf dem 13. Platz ins Ziel.
In der Gesamtwertung erzielten sie einen hervorragenden 18. Platz mit einer Gesamtfahrzeit von 27 Stunden und 55 Minuten. „Unsere Erwartungen waren bei Weitem übertroffen.“
he

DM St. Ingbert 2018

„Leider nur die Holzmedaille“, klagte der Wüstenselbitzer Martin Gluth nach den nationalen Meisterschaften um die deutsche Meisterschaft in St. Ingbert im Saarland auf der sehr anspruchsvollen Strecke des "Bomb-Trials-Race" mit 4,2 Kilometer Länge und 160 Höhenmetern auf jeder Runde.
Nach den guten Ergebnissen in den Weltcup-Rennen dieser Saison, die Gluth im Vergleich zu den anderen deutschen XCO Fahrern abgeliefert hatte, wollte er bei der Deutschen Meisterschaft mehr erreichen als den neunten Platz vom Vorjahr. In der Weltrangliste ist der FCW´ler unter den „Deutschen“ aktuell an sechster Position, was auch an der Startnummer abzulesen war. Eine gute Ausgangsposition für ein erfolgreiches Rennen.
Die einen Kilometer lange Startschleife auf einer breiten asphaltierten Straße war sehr fair angelegt. Glut konnte seine Startqualitäten gut ausspielen und an dritter Position in die erste Abfahrt, und damit auf die richtige Strecke, fahren. Damit war er von Anfang an vorne mit dabei. Nach etwa zwei Runden hatten sich die ersten der „Schnellstarter“ an der Spitze des Rennens verausgabt und es hat sich eine vierköpfe Spitzengruppe gebildet. Mit dabei der Titelverteidiger Manuel Fumic, Georg Egger, Ben Zwiehoff und Martin Gluth. In den Runden drei und vier bestimmten Egger und Zwiehoff das Tempo und attackierten sich gegenseitig. Gluth hatte sich für das Rennen vorgenommen, sich nicht in Positionskämpfe einzumischen und sich stattdessen auf den Favoriten Fumic zu konzentrieren. Deshalb fuhr er mit ihm zusammen jeweils ein paar Meter hinter Egger und Zwiehoff, aber immer auf Schlagdistanz. In der fünften von sieben Runden wurde das Tempo langsamer und damit sei klar gewesen, dass Fumic früher oder später attackieren würde. Anfangs der vorletzten Runde wurden die Karten auf den Tisch gelegt, es ging zur Sache. Für Gluth sei die Attacke zu früh gekommen und er verlor zunächst den Anschluss, versuchte aber in Sichtkontakt zu bleiben. Tatsächlich schaffte er es bis etwa einem Kilometer vor dem Ziel nochmals bis auf zehn Meter an das Trio heranzukommen. Doch dann war das Finale eröffnet und Gluth hatte einfach keine Reserven mehr, um in den Medaillen-Kampf eingreifen zu können. So wurde er mit nur neun Sekunden hinter dem Sieger Vierter.
„Natürlich ist es bitter, so knapp zu verlieren und ich war im ersten Moment erst mal richtig enttäuscht“, klagt der Wüstenselbitzer, „allerdings bin ich taktisch schlau gefahren und hatte bis zum Schluss alles gegeben, immer darauf vertraut, dass noch alles drin sein kann.“ Deshalb konnte er sich nichts vorwerfen und war schon nach kurzer Zeit wieder gut gelaunt und schließlich doch sehr zufrieden mit dem Rennen.
„Bei diesem hohen Niveau fast bis zum Schluss mithalten zu können, zeigt mir, dass sich meine Form im Vergleich zum letzten Jahr extrem verbessert hat und bringt mir sehr viel Motivation für den Rest der Saison!“ Weiter geht´s mit der Europameisterschaft in zwei Wochen in Glasgow.
he

MTB in Andorra 2018

„Die Höhe ist nicht mein Freund“, klagt der Wüstenselbitzer Mountainbiker nach dem fünften Weltcup dieser Saison in Vallnord/Andorra. Das Renngelände liegt dort in einem Ski-Gebiet auf über 1900 Metern. „Extrem harte und vor allem spezielle Bedingung um ein Rennen zu fahren.“ Nach seiner starken Aufholjagd beim Weltcup in Italien eine Woche zuvor wusste er, dass seine Form stimmt und ging so zuversichtlich in den sportlichen Wettkampf. Die Höhenanpassung hatte er in diesem Jahr mit mehreren Zeiträumen von jeweils zwei bis drei Wochen in einem Höhenzelt absolviert. Trotzdem sei seine persönlichen Erwartungen für das Rennen eher zurückhaltend gewesen, da er in der Höhe noch nie das habe abrufen können, war er bei den Rennen zuvor zustande gebracht hatte. „Ich wollte es dennoch zumindest versuchen, alles zu geben und zu gucken was möglich ist.“
Mit Startnummer 67 durfte Gluth diesmal an den Start gehen. Die Startphase sei zumindest auf dem ersten Kilometer fair gewesen, bevor es dann eng wurde und eine lange Abfahrt folgte. Die unmittelbare Vorbereitung auf den Wettkampf sei super gelaufen und der FCW´ler sei am Start „voll im Modus“ gewesen. In der Startphase versuchte er schnell Plätze gut zu machen und investierte bis zur Engstelle alle Kraft. „Das hat natürlich jeder versuchte.“ Anstelle Plätze gut zu machen lag er schon nach der Startrunde auf Position 83. Wie in der Woche zuvor wollte er dann wieder eine Aufholjagd starten und er schaffte es, konstante Rundenzeiten abzuliefern, „allerdings nicht mit meiner gewohnten Leistung“. Die Aufholjagd endete nur auf Platz 68 und er wurde zwei Runden vor Schluss nach der 80-Prozent-Regel (80 Prozent der Rundenzeit des Führenden) aus dem Rennen genommen. „Extrem enttäuscht musste ich das Feld räumen.“
Schlussendlich akzeptiere Gluth das Ergebnis wie es ist und bereut nichts! Die Form sei gut, er hatte sich bestmöglich vorbereitet, der Fokus habe gestimmt und er hat alles gegeben was er hatte, resümiert Gluth. Mehr habe er nicht machen können. Bitter sei es, dass ihm die Höhe offensichtlich mehr zu schaffen macht, als seinen Konkurrenten. „Vielleicht muss ich aber auch erst noch mein persönliches Erfolgsrezept für diese speziellen Bedingungen finden“, motiviert er sich für die nächste Prüfung. Diese steht ihm am nächsten Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft in Sankt Ingbert im Saarland bevor.
he

Weltcup im italienischen Val di Sole 2018

Nach dem großartigen Weltcup-Rennen vor sechs Wochen in Nove Mesto hat sich der Wüstenselbitzer Mountainbiker Martin Gluth eine Woche Pause gegönnt und „habe mich dabei gut erholt“. Danach hat er sich in die Vorbereitung auf den nächsten Wettkampf-Block gestürzt. Ein Teil der Vorbereitung sei ein C1-Rennen in Österreich gewesen, wo er einen soliden neunten Platz einfuhr. Letztes Wochenende hat dann der vierte Weltcup der Saison in Val di Sole in Italien stattgefunden.
Durch seine gute Platzierung in Nove Mesto konnte er in der Weltrangliste ein paar Positionen gut machen, musste aber dennoch mit Startnummer 73 (von 115) in Val di Sole ins Rennen gehen.
Die Startgerade ist bei diesem Weltcup sehr kurz und schnell. Bereits nach weniger als einem Kilometer befindet sich das erste "Nadelöhr", ein steiler Anstieg mit einer Spitzkehre, an dem kaum mehr als zwei Fahrer nebeneinander fahren können. Bis dahin hatte sich das Feld von 115 Fahrern natürlich noch nicht in die Länge gezogen und etwa ab Position 30 mussten die ersten Fahrer wegen Stau absteigen. Ruhe bewahren und im "Reisverschlussverfahren" einordnen war angesagt. Nach der Startloop hat Gluth an Position 74 gelegen, mit bereits 54 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Nicht gerade eine gute Ausgangsposition für ein erfolgreiches Ergebnis. Gluth motivierte sich selbst und hat mit der Aufholjagd begonnen. Über Platz 65 nach Runde eins, Platz 58 nach Runde zwei, Platz 54 nach Runde drei hat sich der Wüstenselbitzer ins Mittelfeld nach vorne gekämpft. Doch dann seien die Abstände immer größer geworden und es sei immer schwieriger geworden, Fahrer einzuholen. Eine vierköpfige Gruppe sei noch in Sichtkontakt gewesen und Gluth hat es geschafft bis Eingangs der letzten Runde aufzuschließen. Mit seiner besten Rundenzeit über das gesamte Rennen konnte er die Gruppe in der letzten Runde abschütteln und erreichte als 49. das Ziel mit 7:08 Minuten Rückstand auf den amtierenden Weltmeister Nino Schurter, der damit bereits den dritten Weltcup in dieser Saison gewinnen konnte.
„Nach meinem 29. Platz beim letzten Weltcup hatte ich mir für dieses Rennen natürlich mehr vorgenommen und deshalb ist das Ergebnis auf dem Papier für mich erst einmal nicht zufriedenstellend“, erklärt sich Gluth. Allerdings hätte er von Start bis Ziel alles gegeben und nach der schwierigen Startphase sei es einfach von Beginn an schwer gewesen, noch ein gutes Ergebnis einzufahren. „Ich habe in den letzten Wochen hart gearbeitet und weiß, dass meine Form gut ist.“ Das möchte er bereits an diesem Wochenende beim Weltcup in Andorra unter Beweis stellen.
he

Sella Ronda 2018

Der „Marathon-Man“ des FC Wüstenselbitz war am Wochenende Teilnehmer beim legendären „Sella Ronda Hero“ Bike Marathon in Südtirol, dem härtesten Marathon Europas, der zur UCI Marathon Serie zählt, dem Marathon World Cup. Am Start waren unter anderem auch der amtierende Marathon Weltmeister Alban Lakata aus Lienz, der italienische Marathon Meister Juri Ragnoli und der Marathon Profi Urs Huber aus der Schweiz. Insgesamt waren „harte Hunde“ aus insgesamt 41 Nationen am Start in Wolkenstein, unterhalb des Grödner Jochs. Über 4000 Starter gingen auf die Strecke, darunter auch Hobbyklassen, für die eine 60-Kilometer-Runde angeboten wurde. Titus selbst startete in der Elite Kategorie und wurde somit auch bei den Lizenzfahrern gewertet.
Diese musste 87 Kilometer fahren und insgesamt 4 500 Höhenmetern überwinden. „So viele Höhenmeter auf solch kurzer Distanz bin ich vorher noch nie gefahren“, so Titus. Es sei ihm sofort klar gewesen, „dass da ganz extreme Steigungen im Spiel sein müssen“. Der Rennkurs umrundete einmal den Sella-Stock. „Wie von Bildhauern in Granit gemeißelt steht der mächtige Sella -Ronda Gebirgsstock in der ohnehin schon prächtigen Landschaft“, schwärmt Titus, der beim Rennen selbst aber kein Auge für die Schönheiten der Gebirgswelt hatte.
Das Rennen startete Samstag um 7.20 Uhr, bei gerade mal fünf Grad. Sofort nach dem Startschuss kam er der erste lange Anstieg mit 900 Höhenmetern hoch zum Dantercepies auf 2300 Meter und weiter über das Grödner Joch. „Der Anstieg ist mir gar nicht leicht gefallen, mich haben Magenkrämpfe geplagt, weil wegen der frühen Startzeit doch recht wenig Zeit zwischen Frühstück und Belastung lag“, so der Wüstenselbitzer. Insgesamt waren sechs steile und kraftraubende Anstiege zu bewältigen. Nach dem Grödner Joch folgten Pralongia (2150 Meter) und der Passo Campolongo (1875 Meter) mit einer etwas längeren Abfahrt nach Arabba, die zum Erholen genutzt wurde, „denn dann kam der große Hammer“. Der Anstieg hoch zum Sourasass. Hier ging es wieder hoch auf knapp 2300 Meter. Dieser Anstieg war so steil, dass der kleinste Gang nicht ausreichte und Titus absteigen und schieben musste, auch weil der Untergrund aus groben losen Geröll bestand. Titus versuchte so weit als möglich hochzutreten, doch irgendwann reichte die Kraft nicht mehr aus. „So etwas habe ich bei einem Marathon noch nie erlebt.“ Titus war an diesem Teilstück nicht der einzige Fahrer, der absteigen musste. Es sei auch vielen anderen Fahrern so gegangen, „und wir quälten uns gemeinsam hoch zum Sourasass“. Bevor es in die nächste Abfahrt ging musste noch ein Schneefeld von 20 bis 30 Meter Länge überquert werden. Bei der Abfahrt musste die Konzentration hoch gehalten werden, um nicht auch noch zu stürzen. Dann kam schon der nächste Anstieg hoch zum Pordoi Joch, der sich im Vergleich zu den anderen Anstiegen „gut treten ließ“. Nach der nächsten, der längsten und technisch schwierigsten Abfahrt nach Canazei wurde sich mit mit isotonischen Getränken und PowerGel gestärkt, um auch die restliche Strecke bewältigen zu können. „Mein Vater hat mir verraten, dass ich zu diesem Zeitpunkt auf dem 103. Platz lag“, so Titus. Schon ging es wieder knapp 800 Meter zum Mahlknecht Joch hoch. Angefeuert von vielen radsportbegeisterten Italienern ist Titus gut über den Berg gekommen. Sein Radtacho sagte ihm, dass es bis ins Ziel nicht mehr weit sein kann. Anschließend folgten noch einige kleine, steile Anstiege bevor der Sprecher im Zielort in Wolkenstein zu hören war. „Erschöpft und am Ende meiner Kräfte erreichte ich das Ziel auf dem 129. Platz in der Lizenzkategorie von insgesamt 1600 gewerteten Fahrern in einer Fahrzeit von 6 Stunden und 6 Minuten. Das Gefühl war einfach unbeschreiblich“, fast der Ice-Hous-Fahrer vom FCW zusammen.
he

WC 2018 Nove Mesto

Ganz besonders hat Martin Gluth den dritten Weltcup dieser Saison, im tschechischen Nove Mesto na Morave, herbeigesehnt. „Die Strecke ist eine meiner Lieblingskurse und kommt mir durch die vielen technischen Passagen und kurzen Anstiege entgegen. Außerdem ist die Stimmung immer einmalig und vor allem der Zieleinlauf im Biathlon-Stadion vor einer Tribüne mit mehreren tausend Fans ist unschlagbar“, so der Wüstenselbitzer Mountainbike-Weltcupfahrer.
Wie schon in der vorangegangenen Woche in Albstadt ging er wieder mit Startnummer 80 (von 145) ins Rennen, dessen Start durch die lange Startgerade auf Asphalt immer extrem schnell und hektisch ist. Deshalb gibt es dort jedes Jahr schwere Stürze „und man muss schauen, dass man sich irgendwie raushalten kann und gut durchkommt“ verrät der MTB-Profi. Mit einem etwas verhaltenen Start in der Mitte des Feldes habe er versucht , sich nicht direkt an die Hinterrädern des Vorausfahrenden zu hängen, um einen besseren Überblick über das Renngeschehen zu behalten. Und er sah, dass es sofort auf der linken Seite "gescheppert" hat und kurze Zeit später auf der rechten Seite. Beide Male konnte er ausweichen und hatte nach wenigen Metern wieder den Anschluss zum Feld. Anschließend wurde kontrollierter gefahren und Gluth ist es gelungen, sich in der Startrunde bereits bis auf Position 39 nach vorne arbeiten. „Eine super Ausgangsposition bei diesem Rennen.“ In der ersten Runde konnte er mit seinem Rhythmus weiter aufholen. Er suchte sich eine gute Gruppe und war nach der Hälfte des Rennens war auf Position 32. Die Abstände waren aber immer noch nicht kurz genug, und er fühlte, dass er nicht überziehen darf. Er hielt seinen Rhythmus, hat an den Anstiegen öfters eine kleine Lücke zum Fahrer vor ihm gelassen, die er jeweils in der darauffolgenden Abfahrt mit einer schnellen Linie wieder schließen konnte. „Damit konnte ich Kräfte aufsparen und am Ende des Rennens in den letzten eineinhalb Runden nochmal am Gashahn drehen“ erklärte er seine Taktik. Zusammen mit den beiden Schweizern Giger und Litscher ging er in die letzte Runde. Beide attackierten immer wieder, konnten aber nicht entscheidend wegkommen. So ging man am Ende zu dritt auf die Zielgerade. Litscher zog den Sprint an, Giger konnte bereits beim Antritt nicht mitgehen und der Wüstenselbitzer sprang an Litschers Hinterrad. Etwa 50 Meter vor der Ziellinie versuchte er, sich an den Schweizer vorbei zu schieben und es musste das Zielfoto entscheiden. „Leider war Litscher auf dem Foto ganz knapp vorne, aber es war ein fairer Sprint und ich war mega happy mit dem 29. Platz“, freute sich der FCW´ler.
Obwohl er bereits zweimal in seiner Karriere bei einem Elite Weltcup in die Top 30 fahren konnte, sei dieser 29. Platz in Nove Mesto das wohl wertvollste Resultat in seiner Laufbahn. „Ich bin gespannt, wo der Weg in dieser Saison noch hinführt?“, ist Gluth selbst gespannt.
he

Weltcup in Albstadt 05.2018

Schon lange hatte der Wüstenselbitzer Mountainbiker Martin Gluth auf den Heim-Weltcup in Albstadt/Deutschland hingefiebert und sich darauf vorbereitet. Seit dem ersten Weltcup in Stellenbosch/Südafrika, vor zehn Wochen, hatte Gluth nur dieses Rennen und den Weltcup in Nove Mesto an diesem Wochenende im Kopf. „Besonders für uns deutsche Starter ist der Weltcup im eigenen Land vor etwa 10 000 Zuschauern etwas ganz besonderes“, hat er schon eine Woche zuvor beim Cube-Cup bei seinem Heimatverein FC Wüstenselbitz verraten, wo er nur als Zuschauer zu Gast war. „Das Rennen auf meiner Hausstrecke hat leider nicht in meinem Trainingsplan gepasst“ hat er bedauert.
Mit Startnummer 80 – von 134 Startern – ist Gluth beim zweiten Weltcup der Saison ins Rennen gegangen. Als Rennstrategie hatte er sich vorgenommen, verhalten in den Wettkampf zu starten und erst gegen Ende der ersten Rennhälfte das Tempo aufzudrehen. Mit dieser Renntaktik hatte er bereits bei den letzten beiden Rennen in Heubach und Solothurn Erfolg. Trotz verhaltenem Start fand er sich bereits nach der Startrunde auf Position 69 wieder und nach der ersten Runde war er schon auf Position 55 vorgefahren. Auch in der zweiten und dritten Runde konnte er sich jeweils um je zehn Ränge auf Platz 35 nach vorne arbeiten. „Meine Beine waren sehr gut und ich konnte meine Fahrtechnik in den rutschigen Abfahrten auf der nassen Strecke ausspielen“, so der Rennprofi, der für einen englischen Rennstall fährt. Bis zur Hälfte der vierten Runde, etwa zweieinhalb Runden vor dem Ziel, hatte er immer noch „Zug nach Vorne“ und hatte sich schon fast unter den Top 30 angereiht. Doch dann stoppte ihn ein unnötiger Hinterrad-Plattfuß und er musste eine Abfahrt ohne Luft im Hinterrad bewältigen. Der Wechsel in der technischen Zone kostete ihm etwa 15 Plätze, er musste an 45. Position weiterfahren. Dabei war natürlich auch der Rhythmus gebrochen, „doch meine Moral war gut und ich fand schnell wieder meinen Fokus“. Er kämpfte sich wieder vier Positionen nach vorne, bevor in der letzten Runde der Akku dann fast leer war. Nun musste er seine Position nach hinten absichern und ist als 44. mit 7:41 Minuten hinter dem Weltmeister Nino Schurter ins Ziel gefahren.
Obwohl er mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden ist, freute er sich dennoch über seine tolle Form und über sein starkes Rennen. „Defekte gehören im Sport dazu, die Frage ist immer, wie man damit umgeht. Ich denke ich habe das bestmögliche Ergebnis ins Ziel gebracht und freue mich jetzt auf meinen Lieblings-Weltcup am Wochenende in Tschechien“, so Martin Gluth, der die Anreise nach Nove Mesto natürlich mit einem Besuch bei seinen Eltern in Helmbrechts verbindet.
he

Cube-Cup 12.05.2018 Wüstenselbitz

Ergebnisliste

Wüstenselbitz- Bei ausgezeichnetem Bedingungen und bestem Wetter, nur bei den beiden Hauptrennen hat es leicht „gespritzt“ obwohl drohende schwarze Wolken am Himmel gestanden haben und es in der Ferne kräftig gedonnert hat, konnte der fünfte Lauf zum „Cube-Cup 2018“ durchgeführt werden. Kampfrichter Jürgen Hodel schon darauf aufmerksam gemacht, dass das Rennen bei Gewitter abgebrochen werden muss. Doch dieser Kelch ist an dem Veranstalter, der MTB-Abteilung des FC Wüstenselbitz, vorbei gegangen. Die mehreren hundert Zuschauer im Stadion am Sportgelände des FCW und an den neuralgischen Punkten, wie der „Wolfsschlucht“, am „Fickenschers-Staabruch“, am Kapuziner-Downhill“, an der „Wirth-Präzisionsmulde“, im „Rockgarden“ oder in der „Günthers-Steilwand“ erlebten tollen und spannenden Mountainbikesport.
Im Hauptrennen über vier große Runden zu je 5,5 Kilometer bei insgesamt etwa 200 Höhenmetern und gespickt mit vielen Schwierigkeiten, von den tausenden von Wurzeln gar nicht zu reden, gehörte der heimische Patrick Titus vom Team Icehouse Kulmbach zum erweiterten Favoritenkreis und führte auch in der ersten Runde das Feld an, vor dem eigentlichen Favoriten, dem Münchner Maxi Maier vom Team Fujibikes Rockets. Dieser hatte dann nach drei Runden auch einen schönen Vorsprung herausgefahren vor dem Bayreuther Marko Holzschuher von den 29er Racing und Titus. In dieser Reihenfolge haben sich die drei auch in die Siegerliste der Elite-Klasse eingetragen. Völlig überrascht war man dann beim Zieleinlauf, als unerwartet Lutz Baumgärtel vom RSV Bautzen als Gesamtsieger über die Ziellinie gefahren ist und damit auch Sieger bei den Herren 1 wurde vor Uli Schmitz vom RVC Trieb und Marco Rödel vom Team Icehouse. In der Eliteklasse wurden die beiden Wunsiedler Florian Herold und Simon Gläßel vom Team Cube-Fichtelmountain Racingteam Zehnter und Elfter. Sieger der Herren 2 wurde der Bayreuther Martin Goldfuß, den vierten Rang holte Rico Leistner vom Fichtelmountain-RT. Markus Bösl von RC Pfeil Hof holte den Sieg bei den Junioren 19.
Im Rennen 7 waren alle Damenklassen ab U 17 sowie die männliche U 17 und die Herren 3 gestartet. Alle mussten drei große Runden bewältigen. Bei den Herren 3 siegte Herbert Deutschländer von VC Corona Weiden, Klaus Tumler vom SC Wunsiedel wurde hier Achter vor seinem Teamkollegen Jürgen Gläßel. Elfter wurde Jürgen Hodel von der IfL Hof, hinter ihm fuhren Jens Seifert vom SC Wunsiedel und Wolfgang Albl vom FCW über die Ziellinie. Bei den Junioren 17 holte Rico Müller vom TSV Werneck den Sieg vor Simon Burger vom TV Stammbach. Patrick Paul von der IfL Hof wurde Vierter und der heimische Hannes Gerspitzer Sechster.
Bei den Damen siegte Sophia Panzer von den Cube Fichtelmountains vor der Wüstenselbitzer Wintersportlerin Jessica Wirth, die sich im Sommer mit Mountainbike fit hält. Vierte wurde Melanie Hodel von der IfL Hof. In der U 19 weiblich holte Lisa Bretschneider vom Team ProCycle den Sieg. Nicole Pfaffenberger vom FCW/Team Cube fuhr in ihrem ersten Rennen in diesem Jahr als Dritte auf den Siegespodest. Vierte wurde Anne Mlynek von der IfL Hof. In der weiblichen U 17 wurde Stefanie Pfaffenberger vom FCW/Team Cube Zweiter hinter Eva Wagner aus Trieb.
Durch ein fantastisches Rennen belohnte sich der FCW-Fahrer Carlos Fischer in der U 15 mit einem überlegenen Sieg vor dem Bayreuther Vinzent Schwinger. Couragierte Rennen lieferten auch die beiden Stammbacher Christian Stölzel und Johann Pezold, sie kamen als Fünfte und Sechste ins Ziel vor Maximilian Rödel von der Ifl Hof, Lars Konnerth vom SC Wunsiedel, Jakob Schwanck (IfL Hof). Auch auf den Rängen zwölf und 13 haben sich mit Yannick Rödel und Felix Rauh zwei IfL-Fahrer aus Hof eingereiht. Bei den Mädels ging der überlegene Sieg nach Asch an Natálie Humlová.
In der sehr starken U 13 wurde auf einer neuen, sehr anspruchsvollen Strecke, der Redwitzer Linus Will überlegener Sieger vor Tadeas Mansfeld von Profi-Sport Cheb. Jonah Ebert vom RC Pfeil Hof verpasste als Vierter das Siegerpodest. Fünfter wurde der Wunsiedler Jonas Landgraf. Bei den Mädels gab es einen überlegenen Sieg von Lucie Hückmann vom Team Icehouse vor Alis Eder vom RCG Weißenburg. Fünfte wurde Marie-Johanna Lohmeyer von den Fichtelgebirgsracern und Sarah Mazzolini vom SC Wunsiedel. Auch in der U 11 hat es ein riesiges Starterfeld gegeben und ebenfalls einen Sieger aus der Familie Hückmann. Elias siegte mit einer halben Minute Vorsprung vor dem Wüstenselbitzer Jan Bremer. Jeweils eine halbe Minute Abstand war zwischen den Mädchen auf den ersten fünf Plätzen. Es siegte Luna Will vom TV Redwitz, die Wüstenselbitzer Fahrerin Lilly Bremer wurde Vierte und Emma Schöffel vom TV Stammbach Siebte. In der U 9 konnte sich Nils Strauch aus Weißenburg knapp gegen Aaron Hückmann durchsetzen, Lucas Franz vom FCW wurde Fünfter. Bei den Mädels verpasste die heimische Frieda Plachert das Podest als Vierte knapp hinter Hannah Spätling (Fichtelgebirgsracer), Anne Lucas (SC Wunsiedel) und Hannah Neumann (Icehouse). Luise-Clara Vierthaler vom FCW wurde Neunte vor Hanna Festel (Stammbach) und Mariella Greß (FCW). Selbst bei den Kleinsten in der U 7 kämpften etwa 30 Buben und Mädchen und die ersten Plätze, ganz nach dem Motto „Früh krümmt sich..“. Schnellster auf der erweiterten Sportplatzrunde war Malte Meier vom TSV Kösching, vor Korbinian Krügl vom UFC Ellingen bei Weißenburg. Schon allein die Heimatorte der Kids zeigen, dass der Nachwuchs seinen Sport sehr ernst und solche lange Anfahrten auf sich nimmt. Die heimischen Fahrer waren alle im hinteren Feld gelandet. Bei den Mädchen hat Lena Reinl aus Wunsiedel gesiegt, Vierte wurde Lea Richter von der IfL Hof.
Ein riesiges Spektakel sind die Staffelrennen, bei der jeweils gemischte Teams aus drei Fahrer/innen um den Titel fahren. Sieger wurde das Team Icehouse vor BSB Bayreuth und dem FCW mit Carlos Fischer, Jan und Lilly Bremer. Auf dem sechsten Platz landete der TV Stammbach.
he

Mai 2018 Riva del Garda

Anfang Mai findet alljährlich in Riva del Garda am Gardasee das Bikefestival statt, wo Hersteller aus der Bike-Szene ihre neuen Produkte ausstellen und unter anderem mit dem neuen Rennmaterial auch Testfahrten angeboten werden. Ein fester Termin im Rennkalender des Wüstenselbitzer Mountainbikers Patrick Titus, findet doch gleichzeitig auch die „Garda-Ronda“ statt, bei der etwa 2 000 Biker auf der Ronda Facile, Ronda Piccola, Ronda Grande und Ronda Extrema um die Plätze kämpfen. Der Ronda Grande mit 74 Kilometer Länge und 2 800 Höhenmeter hat am Sonntag auf dem Programm gestanden. Gelegenheit für Titus, am Vortrag einen Teil der Strecke abzufahren, „damit sich meine Beine an die Belastung gewöhnen“.
Der Wüstenselbitzer durfte aufgrund seiner guten Platzierung am frühen Morgen aus dem Startblock A ins Rennen gehen. Schon vom Start weg auf der Hauptstraße Richtung Arco wurde mit rund 50 Stundenkilometer schon um jede Platzierung gekämpft, niemand wollte im ersten langen und schmalen Anstieg im „Stau“ zu stehen. Für Titus hat es „super funktioniert“, er konnte den Anstieg Richtung Tenno recht flüssig meistern. Dort hatte er seine Verlobte als Betreuerin postiert, sie reichte ihm flüssigen Nachschub, was bei solch Langstreckenrennen extrem wichtig ist, um immer wieder die Elektrolytspeicher aufzufüllen. Zusammen mit Marco Rödel konnte er sich immer weiter nach vorne fahren, „meine Beine fühlten sich sehr gut an“. Nach den ersten 1 500 Höhenmetern kam die erste lange und technisch anspruchsvolle Abfahrt, wurde aber von langsameren und technisch weniger versierten Fahrern ausgebremst, auch einen Sturz wollte er auf dem steinigen Gelände nicht riskieren. Am nächsten langen Anstieg konnte er Marco wieder einholen, der die Abfahrt besser meistern konnte. Bei der nächsten Abfahrt musste Titus seinen Mitfahrer jedoch wieder ziehen lassen, dieser ist dann aber versehentlich auf die Ronda Extrema abgebogen und wurde aus der Wertung genommen. Die letzten beiden Anstiege seien zwar relativ kurz, jedoch so extrem steil gewesen und erforderten höchste Anstrengungen. Nach der letzten langen Abfahrt wurden die restlichen Kilometer auf der Hauptstraße nach Riva del Garda gefahren. Die Gruppe arbeitete gut zusammen, so dass das Windschattenfahren toll geklappt hat. Den Zielsprint konnte der Wüstenselbitzer Titus dann für sich entscheiden. Mit genau vier Stunden Fahrzeit wurde Titus 27. in der Gesamtwertung und 21. in der Eliteklasse. Er war damit zehn Minuten schneller als im letzten Jahr und sieben Ränge weiter vorne in der Ergebnisliste. „Ich bin super happy mit meinem Ergebnis, dies war ein weiterer Schritt in Richtung TransAlp Vorbereitung“, sagte der Icehouse Kulmbach-Fahrer.
he

Swiss Bike Cup 05.05.2018

Zwei Wochen vor dem zweiten Weltcup der Saison in Albstadt/Deutschland wollte der Wüstenselbitzer Mountainbiker Martin Gluth nochmals seine Form bei einem stark besetzten Rennen testen. „Keine Rennserie ist so gut besetzt wie der SwissBikeCup in der Schweiz“, kennt Gluth die Szene. Am Samstag hat in Solothurn der dritte Lauf der Serie im Rahmen der „BikeDays“ stattgefunden, dem größten MTB-Event der Schweiz mit 25.000 Besuchern.
Gluth ging vom Startplatz 20 aus ins Elite Rennen, für das sieben große Runden angesetzt waren. Die Strecke war weitgehend flach mit nur einem Berg pro Runde, der in etwa vier Minuten zu bewältigen war. Der amtierende Weltmeister Nino Schurter nahm direkt in der ersten Runde am Anstieg das Rennen in die Hand und diktierte ein hohes Tempo. Dementsprechend riss das Feld am Ende der ersten Runde auseinander und es sind mehrere kleine Gruppen entstanden. „Ich hatte mir vorgenommen nicht mit Gewalt in die erste Gruppe zu gehen und fand mich dann Ende der ersten Runde in der zweiten großen Gruppe um Platz Sieben wieder“, erklärt Gluth den Rennverlauf. In den Runden zwei und drei konnte jeweils ein Fahrer aus der Spitzengruppe das Tempo nicht mehr mitgehen und wurde sofort „von unserer Gruppe geschluckt“. Ab Runde drei ging es deshalb für Gluth schon um die Plätze Fünf bis Elf. Etwa bis Rennmitte hatte er gehofft, die Gruppe würde mit einem stimmigen Tempo nochmal an die Spitzengruppe heran kommen. Die Gruppe sei dafür aber zu groß gewesen. Deshalb konzentrierte er sich auf das bestmögliche Resultat aus dieser Gruppe und sparte seine Kraft für die letzte Runde auf. Für ihn war klar, dass in der letzten Runde am Anstieg ordentlich aufs Tempo gedrückt wird, um eine Vorentscheidung zu suchen. Ein extrem starker Fahrer konnte entkommen. Auch Lukas Flückiger und Manuel Fumic fuhren extrem schnell in den Berg hinein, Gluth musste reißen lassen. Aufgegeben hatte er sich allerdings noch nicht und schaffte es, auf schwierigem Untergrund mit Wurzeln und Steinen nochmals an die beiden heranzufahren. In der darauffolgenden Abfahrt konnte er sich gut erholen und die letzten zwei flachen Kilometer bis ins Ziel in Angriff nehmen. Es sei taktiert worden, jeder holte nochmal Luft. Für die sehr verwinkelte Einfahrt ins Ziel-Gelände hatte sich Gluth vorgenommen, als erster hinzufahren und den Sprint von vorne zu gewinnen. „Das klappte auch so, wie ich es mir überlegt hatte, allerdings kam Fumic in der vorletzten Kurve wie aus dem nichts nochmal an mir vorbei. Jetzt war mein Plan über den Haufen geworfen und ich hatte nur noch eine letzte Chance in der letzten Kurve an ihm vorbei zu gehen“, motivierte sich der Wüstenselbitzer selbst. Dort konnten drei verschiedene Linien gewählt werden. Fumic hatte sich für die mittlere Linie über Holzpaletten entschieden. Gluth sah nur eine letzte Chance, auf der Innenlinie über einen 30 Zentimeter hohen hohen, querliegenden Baum zu springen. Im Training hatte er das auf dieser Strecke nicht probiert, weil er der Meinung gewesen sei, dass dies nicht nicht die schnellste Linie ist. Jetzt sei es aber nicht um den schnellsten Weg, sondern um den kürzesten gegangen. Martin Gluth konnte mehr Schwung mitnehmen und Fumic überholen. Der darauffolgende Zielsprint war kurz und deshalb hatte der ehemalige Deutsche- und Europameister keine Chancemehr, Gluth nochmals auszukontern. So konnte der Wüstenselbitzer das Rennen auf dem sechsten Platz mit 2:13 Minuten hinter Weltmeister Nino Schurter beenden. „Dieses tolle Ergebnis lässt auf eine gute Form schließen und ich denke, dass ich auf dem richtigen Weg für den Heim-Weltcup in Deutschland in zwei Wochen bin“, fühlt sich der Wüstenselbitzer stark.
he

2017

Bay. Titel Stefanie Pfaffenberger

Weiterer Bayrischer Titel für Stefanie Pfaffenberger
Bereits im Juli hat der erste Teil der bayerischen MTB-Sprintmeisterschaft 2017 im Kurpark von St. Englmar stattgefunden, den die Mountainbikerin des FC Wüstenselbitz, Stefanie Pfaffenberger, souverän gewonnen hat. Nun hat es für sie gegolten, beim zweiten Teil in Wildpoldsried eine möglichst gute Platzierung einzufahren, um auch den Gesamtsieg zu holen.
Die etwa 900 Meter lange Sprintstrecke in der Ortsmitte von Wildpoldsried war nach dem Regen, der am Morgen eingesetzt hat und nach den vielen Trainingsfahrten aller Rennteilnehmer, in mehreren Passagen mehr als kritisch zu befahren. Im Gegensatz zu St. Englmar waren hier auf der anspruchsvollen Strecke nur die Besten aller Altersklasse am Start. Dies war dann schon beim Prolog festzustellen, für den Stefanie als hochgehandelte Favoritin gegolten hat und doch nur mit der viertbesten Laufzeit ihr Rennen absolvierte, mit 9,5 Sekunden Rückstand auf den ersten Platz. „Das sind im Sprint Welten“, erklärt die Walbergrünerin, und machte sich ihre Gedanken, „nicht gut taktiert oder einfach ein schlechter Tag?“
Dies fragten sich auch ihre Gegnerinnen. Aber spätestens im Finale beantwortete Stefanie diese Frage. Mit einem sehr guten Start ordnete sie sich das Viererfeld, so wie sie es brauchte.
Von der Spitze bezwang sie den ersten Wiesenanstieg mit anschließender Spitzkehre, bergab ging es über eine Sprungschanze mit anschließender matschiger 90 Grad Kurve, weiter über ein glitschiges Steinfeld und über einen Schotterweg wieder den Berg hoch. Bei höllischem Tempo folgten ihr mit wenigen Metern Abstand die drei Gegnerinnen. Weiter ging es über eine kurze Teerpassage und weiteren Slalompassagen auf Schotter und Wiese.
Bei der Einfahrt in eine Tiefgarage ging es über mehrere Treppen, und hier ist der FCW-Fahrerin eine kleine Unaufmerksamkeit unterlaufen, den hat die Zweitplatzierte, Sina van Thiel aus dem benachbarten Kempten, genutzt und Stefanie überholt. Auf der restlichen Strecke quer durch die Tiefgarage mit anschließendem Zielsprint auf Teer gelang es Stefanie nicht mehr, die Führung zurück zu holen, doch der zweite Platz hat nach dem Sieg in St. Engelmar locker gereicht, um sich den Titel der bayerischen MTB-Sprintmeisterin zu sichern.
he

Rennsteig Ride 2017

Kurzfristig und ohne große Vorbereitung hat sich der Wüstenselbitzer Mountainbiker vom Icehouse-Team Kulmbach dazu entschlossen, am „1. Rennsteig Ride Marathon“ in Thüringen teilzunehmen. Start für die 65 Kilometer lange Strecke mit 1530 Höhenmetern war am Sportplatz Schmiedefeld. Vom Start weg ging eine Einführungsrunde durch Schmiedefeld am Rennsteig, von der Erlöserkirche führte die Strecke bis auf den Mittelweg des Skiliftes „Am Eisenberg“, wo kurz die herrliche Aussicht genossenen werden konnte. Und weiter ging es über Kreuzwege/Bierfleck, wo man sich eine kurze Erholung gönnen konnte, bevor es den steilen Anstieg zum 944 Meter hohen Großen Finsterberg zu bewältigt galt. „Hier wurde schon richtig gut am Gas gedreht und wegen einem kleinen Fahrfehler musste ich vom Rad und das kurze Steilstück zu Fuß hochrennen“, ärgerte sich Titus, was ihn aber glücklicherweise keine Platzierung gekostet hat. Kurz zuvor wurde er vom mehrfachen Biathlon Weltmeister Erik Lesser überholt, der viele seiner Trainingseinheiten auf dem MTB absolviert. Rasant ging es dann bergab zur ersten Verpflegungsstelle am Mordfleck. Über breite Wege rollte das Bike hinunter in die Tiefen des Thüringer Waldes auf knapp 690 Meter, bevor der lange Anstieg zum 978 Meter hohen Schneekopf zu bewältigen war. Das Tempo der Spitze konnte der Wüstenselbitzer an diesem Punkt nicht halten und hat sich zusammen mit Jochen Weissenseel der Verfolgergruppe angeschlossen. Weil die Strecke größtenteils aus Forstwegen bestanden hat, war das Grundtempo sehr schnell und man hat sich außerdem in der Führungsarbeit abgelöst. So konnten der Vorsprung zur nächsten Gruppe ausgebaut werden. In schneller Fahrt ging es nach Oberhof, vorbei am Grenzadler und am Wintersportzentrum bis zum tiefsten Punkt der Strecke, am Bahnhof Oberhof. Dem folgte aber gleich längste Anstieg, es ging hoch zur Suhler Ausspanne. An diesem langen Anstieg hatte Titus lange Mühe Jochen Weissenseel zu folgen, auch aufgrund einer leichten Erkältung. „Ich musste nun mein eigenes Tempo fahren, zumal von hinten weit und breit niemand zu sehen war, der Vorsprung war groß genug“, so der Icehous-Fahrer.
Als Achter der Gesamtwertung und guter Fünfter in seiner Altersklasse ist Titus nach 2:41:05 Stunden über die Ziellinie gefahren. Nur drei Minuten und drei Platzierungen hinter Profi Erik Lesser. Sieger wurde Sven Baumann, ein ehemaliger Semi Marathon Profi.
he

Früh übt sich

Jan mit seinem Laufrad

Gruß von Martin Gluth

ein Videogruß von Martin

Cube Cup Warmensteinach 2017

Zum zweiten Mal hat der „SiLi Fichtelgebirgs-Mountainbike-Marathon“ in Warmensteinach stattgefunden, gleichzeitig der neunte Lauf zum Cube-Cup. Linda Rotter vom FC Wüstenselbitz startete in der U 17 und musste auf der 25 Kilometer langen, aber technisch anspruchslosen Strecke auf den Höhenzügen des Fichtelgebirges 650 Höhenmeter bewältigen. Weil es am Morgen noch in Strömen geregnet hat, wartete auf die Sportler eine sehr matschige Strecke.
Nach dem Start ging es zunächst auf einer Straße entlang bis der erste Anstieg erreicht war. Von da an ging es meist auf Forstwegen oder auf Trails ständig bergauf und bergab. Linda setzte sich sofort an die führende Position in ihrer Altersklasse und hat ein zügiges Tempo vorgegeben, das sie auch während des ganzen Rennens durchhalten konnte. Sie gab die Führung nie aus der Hand und ist mit zwei Minuten Vorsprung als Siegern ihrer Altersklasse mit einer Zeit von 1:15 Stunden über die Ziellinie gefahren. Gleichzeitig war sie damit auch Streckenschnellste weibliche Teilnehmerin.
Auch ihre Vereinskameraden Moritz und Thomas Hüttner sind ebenfalls über 25 Kilometer an den Start gegangen. Moritz Hüttner hielt sich während des ganzen Rennens unter den Ersten seiner Altersklasse U17 auf. Im letzten Teil des Rennens hoffte er, dass die Strecke es ihm ermöglicht, den vor ihm fahrenden Drittplatzierten noch zu überholen, was jedoch nicht gelang. Nach einem starken Rennen ist er als Vierter mit 1:09 Stunden ins Ziel gekommen. Noch besser machte es sein Vater Thomas, er hat mit 1:13 Stunden souverän die Altersklasse Herren III gewonnen.
he

Cube-Cup Hof 08.07.2017

Frankenwaldmarathon 2017

Strahlender Sonnenschein begleitete die Teilnehmer am Mountainbike-Frankenwaldmarathons, auch ein Grund, warum sich Patrick Titus vom FC Wüstenselbitz/Team Icehouse Kulmbach entschlossen hat, wieder die Langdistanz über 87 Kilometer und 2 350 Höhenmeter zu fahren. Ein weiterer Grund: „Auf dieser Strecke wurde ich schon einmal in der Juniorenklasse Bayerischer Meister.“ Für ihn gehört die Strecke zu den schönsten MTB Marathon Strecken in ganz Bayern, „es gibt sowohl schnelle Forst- und Wiesenwege als auch sehr Anspruchsvolle technische Passagen.“
Schon vom Start weg kämpften die Teilnehmer um Platzierungen, auf der anderen Seite wollte jedoch niemand die ersten fünf Kilometer im Wind Führungsarbeit leisten, noch bevor der erste lange Anstieg in Angriff genommen wurde. Patrick versuchte dabei, stets in der Spitzengruppe mitzufahren, am Anstieg dran zu bleiben und die Konkurrenz dahinter zu distanzieren. In der Spitzengruppe waren so renommierte Fahrer wie Andreas Schrottenbaum vom RSV Passau, der bayerische Meister von 2016, Kelheim-Sieger Benedikt Diepold und Sven Baumann vom SV Werra. Titus musste erkennen, dass das Tempo der drei Fahrer an den Anstiegen für ihn zu schnell war, er musste das Tempo etwas reduzieren, um Krämpfe zu vermeiden. Damit war er der Verfolger für eine Stockerl-Platzierung.
In dieser Rennsituation haben drei Verfolger aufgeschlossen. Abwechselnd leistete das Quartett nun Führungsarbeit, so konnte in der zweiten Schleife der vorausfahrende Johannes Dirauf aus Trieb eingeholt werden. In den technischen Abfahrten konnte Titus als Cross Country Fahrer seine Technik ausspielen und distanzierte die Mitfahrer um mehrere Sekunden. In der letzten Schleife hat das Durchhalten auf der Agenda gestanden, die Verfolger nicht aufschließen zu lassen. „Das ist mir auch super gelungen, ich hatte mich an diesen Tag extrem gut gefühlt.“ Mit 3:53:42 Stunden ist der Wüstenselbitzer als Vierter über die Ziellinie gefahren. In der Altersklassenwertung bedeutete dies den dritten Platz. „Die Form stimmt momentan, deshalb freue ich mich schon auf die nächsten Herausforderungen“, gibt sich der Icehousefahrer kämpferisch.
he

Stammbach 24.06.2017

Super Giro Dolimiti 2017

Der Wüstenselbitzer Mountainbiker Patrick Titus vom FCW/Team Icehouse Kulmbach ist bei der 30. Auflage der Dolomitenrundfahrt fremd gegangen. Er hat sein Mountainbike gegen ein Rennrad ausgetauscht, um an einer der schwersten Alpenrundfahrten teilzunehmen, an der Extrem-Variante „Super Giro Dolomiti“ über 232 Kilometer mit fünf Alpenpässen und 5 234 Höhenmetern, die seit vier Jahren zur klassischen Umrundung der Lienzer Dolomiten angeboten wird.
Schon beim Start um halb Sieben am frühen Morgen in der Osttiroler Hauptstadt Lienz haben die mehr als 500 Teilnehmer gewusst, dass es im wahrsten Sinne des Wortes ein „heißer Tag“ wird, sowohl von den Temperaturen, als auch in der Streckenführung.
Ziemlich entspannt ging der Tross die ersten 25 Kilometer in Richtung Oberdrauburg an, „mit 50 Stundenkilometern rollte auch ich locker im Feld mit“, so der „Marathon-Man“ des FCW. Dann hat der erste kleine Anstieg, der knapp tausend Meter hohe Gailbergsattel, angestanden. Keine große Herausforderung für die Extrem-Radler. Von hier aus ging es weiter zur ersten großen Bewährungsprobe, dem Plöckenpass, der mit seinen nicht enden wollenden Serpentinen vielen älteren Italien- und Jugoslawienurlaubern bestimmt immer noch in bester Erinnerung ist. Hier sollte Patricks Freundin Nina ihn mit neuen Getränken versorgen, die gerade bei der großen Hitze besonders wichtig waren. „Leider hatte die Polizei die Straße für die Autos, auch für Verpflegungsfahrzeuge, gesperrt und Nina hatte keine Chance mir die Flaschen zu übergeben. Somit musste ich den Pass ohne weitere Getränke bezwingen, was bei so einem Rennen schnell der Show-Stopper sein kann.“
Zum Glück hatte der Veranstalter zwischen den italienischen Städten Paluzza, Ligosulla und Paularo Verpflegungsstationen eingerichtet, wo die Sportler vor dem nächsten Pass, den 1 552 Meter hohen Lanzenpass, ihre Flaschen auffüllen und sich mit Bananen und Powergels eindecken konnten. Bei der Auffahrt zum Lanzenpass waren knapp tausend Höhenmeter zu bewältigen. Der schmale Teeranstieg war teilweise so steil, „dass die Übersetzung meines Rennrades kaum ausreichte und die steilen Passagen im Wiegetritt gefahren werden mussten. Mein Trittfrequenzmesser zeigte gerade noch 40 Umdrehungen an“. Zum Glück konnte Titus immer in einer Gruppe mit drei bis zehn Leuten mitfahren, die sich ständig in der Führungsarbeit abgelöst haben. So konnte jeder eine gewisse Zeit im Windschatten fahren und seine Beine lockern.
Nach dem Lanzenpass folgte eine schnelle Abfahrt und Gelegenheit, ein Powergel und isotonische Getränke zu sich zu nehmen. Kaum war man unten angelangt, ging es schon wieder hoch zum Nassfeldpass, auf die gleiche Passhöhe von 1 552 Meter. Hier blieb gerade Zeit das Trikot zu schließen und den Schweiß aus den Augen zu wischen. Dann ging es mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 Stundenkilometern hinunter nach Tröpolach. „Hier sprengte ich die Gruppe. Vielleicht trauten sich die anderen Rennfahrer nicht so schnell zufahren“, vermutet der Wüstenselbitzer. Relativ flach waren die folgenden 40 Kilometer in Richtung Kötschach-Mauthen. Titus hat das Tempo reduziert, damit konnte die Gruppe wieder aufschließen. Bei Kilometer 160 musste er sich mit Krämpfen abplagen. In Kötschach hat Nina mit speziell präparierten Getränken für ihn gewartet. Schon ging es wieder hoch, der letzte lange Anstieg über Obertilliach zum 1 525 Meter hohen Kartitscher Sattel musste bewältigt werden. „Hier musste ich mich nochmals so richtig quälen, konnte mich aber in der Gruppe halten.“ Über Abfaltersbach, hier ist die frühere Wüstenselbitzer Wintersportlerin Bettina Popp verheiratet, ging es die letzten knapp 30 Kilometer dem Ziel in Lienz entgegen. „Ich habe die Zähne zusammengebissen, weil ich unbedingt als Erster der Gruppe die Ziellinie überfahren wollte“, so Titus. Was ihm auch gelungen ist. In der Gesamtwertung wurde Titus 53. In seiner Altersklasse hervorragender Zwölfter mit einer Gesamtzeit von 8:41 Stunden. „Für mich war das ein einzigartiges Radsporterlebnis“, schwärmt der Icehouse-Fahrer.
he

World Championships 24 Stunden Mountainbiking

World Championships 24 Stunden Mountainbiking

Die von der W.E.M.B.O. veranstaltete WM im 24 Stunden MTB wurde im italienischen Finale Ligure ausgetragen. Die Hügellandschaft oberhalb der Küste bot wunderschöne Ausblicke auf das ca. 300 Höhenmeter tiefer liegende Mittelmeer – falls man sich die Zeit dafür nehmen wollte.

Die Strecke mit 10,5 km und 350 Höhenmetern führte durch Wald und Schotter stets auf und ab und mußte so oft wie möglich in 24h durchfahren werden. Alle Pausen, z.B. für Verpflegung, Trikotwechsel, Akku tauschen usw. zählen zur Fahrzeit.
Nach einem Le Mans Start mit ca. 1km Laufen wurden die Bikes aufgenommen und dann hieß es fahren, fahren, fahren… für die Starter aus 30 Ländern aus allen 5 Kontinenten.

Zunächst ging es verwinkelt und relativ flach, abgesehen von etlichen Stufen und Kanten, durch das Fahrerlager und ein Wäldchen, bevor es Richtung Küste bergiger wurde. Und fast durchgängig staubiger Schotter. Auch in den Abfahrten wurden keine allzu hohen Geschwindigkeiten mit kaum über 40 km/h erzielt weil es zu verwinkelt oder zu steinig war. In den teils steilen teils technischen Steigungen wurden die Bikes mit zunehmender Renndauer immer häufiger geschoben.

Nach dem höchsten Punkt der Runde folgte am Schluß die Abfahrt auf der legendären „Bobbahn“ mit ihren teils meterhohen Steilkurven. Hier – und natürlich im Fahrerlager – standen die meisten Zuschauer, die sogar noch mitten in der Nacht die Fahrer lautstark und mit allerlei Hilfsmitteln anfeuerten und kleine Extra-Einlagen mit zusätzlicher Lautstärke oder Konfetti frenetisch belohnten.

Nach 10 Stunden in der Sonne mit Temperaturen über 30° wurde es in der Nacht mit ca. 20° angenehmer. Auch ein Nieselregen um 4 Uhr brachte etwas zusätzliche Abkühlung.
Solche 24h-Rennen werden oft in der Nacht entschieden, viele Fahrer müßen irgendwann doch für 2 - 3 h schlafen. Aber wer schläft verliert, Spitzenfahrer mit ihrem Betreuerteam fahren deswegen durch.

Zwar leuchten die LED-Lampen die Strecke hell aus aber dennoch ist das Fahren in der Nacht etwas Besonderes. Weit abseits von jeglichem Streulicht wirft jeder Ast oder Stein einen Schatten und die Staubwolken der Vorausfahrenden brechen das Licht zu vielerlei Formen.
Insbesondere die englischen und italienischen Fans, teilweise weit entfernt von Start und Ziel mitten im Wald, feuerten die Fahrer die ganze Nacht hindurch an und versuchten deren Motivation zu steigern.

Nach mehreren Versuchen gelang es Cory Wallace aus Canada heuer die Weltmeisterschaft zu gewinnen, vor Jason English aus Australien.

2 x wurde ich in einen Unfall verwickelt, einmal stürzte ich in der Nacht (kleinere Schürfwunden und Prellungen), dennoch schaffte ich es mit 23 Runden in der Gesamtwertung mit Platz 90 von 246 gewerteten Fahrern sogar in die vordere Hälfte. Immerhin 6-bester Deutscher.
Als ältester Starter in der Altersklasse bis 54 Jahre erreichte ich Platz 16.

Auf der gleichen Strecke wurde tags darauf auch noch das 24h-Rennen für 4er, 8er und 12er Staffeln ausgetragen, so daß dort jeder Fahrer nur wenige Stunden zu fahren hatte.
ms

Cube Cup / BL 20.05.2017 Wüstenselbitz

Ergebnis-Liste

Wüstenselbitz- Genau 344 Teilnehmer hatten für den dritten Lauf zur „BRV MTB Bayernliga 2017“, verbunden mit dem fünften Lauf zum internationalen Cube-Cup, gemeldet.
Die Mountainbike Strecken am Reußenberg mit vielen Trails gilt unter den Fahrern als technisch knifflig und beliebt zugleich. Der am Sportgelände angelegte Rockgarden und Pump Track ist bei den Fahrern beliebt und gilt wie andere attraktive Streckenabschnitte als Zuschauermagnet.
Im Hauptlauf der Elite- und Herrenklassen waren 63 Sportler am Start. Der Stadionsprecher Robert Popp stellte die herausragenden Fahrer den vielen Zuschauern vor. Diese kommen aus ganz Süddeutschland, den angrenzenden Bundesländern Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt sowie aus Tschechien.
In der Eliteklasse fuhr der 22jährige Philipp Bertsch vom TSV Abensberg/Stieglbauer Racing Team auf den ersten Platz. Mit einer knappen Minute Rückstand wurde der mehrfache bayrische Meister Maxi Maier Zweiter. Dritter wurde Marcus Schrottenbaum vom RSV Passau. Die Positionen vier und fünf erfuhren sich Lucas Heiß vom RVC Trieb und Julian Biedermann vom 29er-Racing/BSB Bayreuth. Auch der FCWler Patrick Titus konnte sich in dem Spitzenfeld behaupten und wurde 6. in der Elite-Klasse.
In der Herrenklasse I ging der Sieg an Marco Rödel vom Team Icehouse. Zweiter wurde Sven Baumann vom SV Werra, dritter wurde Martin Schneider vom ESV 1927 Bikesport Regensburg e.V. Auf den Plätzen vier bis sechs folgten Robert Schwarz vom RSV Chemnitz, der Fichtelgebirgsracer Timo Späthling und Stefan Donner vom SV Tabarz.
Der Sieg bei den Herren II erreichte der Stieglbauer Racingteamfahrer Michael Venus. Acht Sekunden später durchfuhr Ingo Krüger, TSV Niederstaufen, als zweiter das Ziel. Dritter wurde Jan Brettschneider vom Team ProCycle e.V. Die Plätze vier bis sechs belegten German Kuhn (VC Corona Weiden), Benno Weber vom 1. Suhler MTB-Club/www.epic-trails.com und Rico Leistner (CUBE Fichtelmountain Racing Team). Einen guten neunten Rang erreichte Andre Hoffmann vom WSV Schwarzenbach/W.
Herbert Deutschländer (VC Corona Weiden) fuhr auf den ersten Platz. Im Minutentakt kamen dann die Ränge zwei bis vier ins Ziel. Voran Timo Ringlein vom Team Herobikes / Radlexpress e.V, dann als dritter Roland Söldner vom TSV Scheßlitz und Vierter wurde der Wunsiedler Klaus Dumler. Eine starke Leistung, in diesem Feld ist er der Älteste. Fünfter wurde Gerhard Reil ,Stefan Wolfrath sechster ( beide VC Corona Weiden), Hausmann Christian von Laface Bikes belegte den siebten Rang.
Rainer Kiesewetter ( RSC Falke Neustadt )wurde Achter. Der Scheßlitzer Matthias Tscharke belegte Platz Neun und der FCWler Wolfgang Albl Zehn.
In der U 19 ließ Michael Gassner vom RSV Moosburg nichts anbrennen und setzte sich mit knapp viere Minuten Vorsprung ab. Der RC Pfeil Hof-Fahrer Markus Bösl wurde vor Jonas Ködel vom BSB Bayreuth Zweiter.
In der Klasse U 17m holte der Niederstaufener Maximilian Krüger mit fast drei Minuten Vorsprung den Sieg. Zweiter wurde Simon Weh (Stevens-Schubert Racing Team), Magnus Vogel vom RSC AUTO BROSCH Kempten wurde Dritter. Moritz Hüttner vom FCW erreichte den 17. Rang.
Lina Dorscht aus Scheßlitz erreichte in der Klasse U 17w souverän mit fast vier Minuten Vorsprung Platz 1. Eva Wagner vom RVC Trieb verpasste um vier Sekunden den zweiten Platz, den die Schwarzenbergerin Celine Friedrich holte. Die Wüstenselbitzerinnen Linda Rotter und Nicole Pfaffenberger wurden 6. und 9.
Bei den Damen I holten die FCWler Theresa Wolfrum mit 1.01.17 und Jessica Wirth mit 1.07 den ersten und den dritten Platz. Dazwischen schob sich Sophia Panzer von den CUBE Fichtelmountains Racing Team/SC Wunsiedel mit 1.03.07. Laura Rotter ( FCW ) erreichte den fünften Rang.
Bei den Damen II ging der Sieg nach Sachsen, an Katja Weiß vom Vogtland Bike e.V. Die SV Handwerk Erfurtin Eike Liemen wurde Zweite, Dritte Carmen Gugu von den / Radfreunde Hilpoltstein.
Überragend bei den weiblichen Fahrerinnen war die frühere Wüstenselbitzerin Franziska Blass, Ghost-Racing Team (U 19w ). Sie raste satte 8 Minuten schneller über die Strecke als die zweitplatzierte Theresa Gaßner vom FSV Biketeam Sandharlanden. Dritte wurde Hannah Rieß vom BSB vor Lisa Bretschneider vom Team ProCycle e.V. Marina Schmitt von den Veitensteinbikern wurde fünte. Mlynek Anne ( Ifl Hof ) belegte den sechsten Rang.
Durchweg stark besetzt waren auch die Nachwuchsklassen, mit bis zu 50 Startern in jeder Klasse. In der U 15 siegte Benjamin Krüger vom TSV Niederstaufen mit 1 Minute 20 Vorsprung vor Fabian Eder (Naturfreunde Töging). Dritter wurde Ben Rech von der Equipe Velo Oberland e.V. Vierzehnter wurde der FCWler Carlos Fischer.
Bei den Mädchen dieses Jahrgangs siegte Sina van Thiel vom RSC AUTO BROSCH Kempten, Zweite wurde Andrea Kravanja (TSV Benediktbeuern-Bichl). Stefanie Pfaffenberger vom FCW wurde hervorragende Dritte. Ihre Vereinskameradin Clara Plachert wurde Achte.
In der Klasse U 13 gewann Tobias Kirchberger (RSV Moosburg). Einen spannenden Kampf um zwei Sekunden lieferten sich der spätere Zweite Marco Erber von der LG Mettenheim und Timon Hübner von der BSB Bayreuth. Zwölfter wurde der Stammbacher Johann Pezold, der FCWler Jacob Lochner Zwanzigster. Bei den Mädels gewann Carla Hahn aus Benediktbeuern, Zweite und Dritte wurden Maresa Stocker von der Equipe Velo Oberland e.V. und Celine van Thiel vom RSC AUTO BROSCH Kempten.
In der U 11 gibt Oberfranken den Ton an. Elias Hückmann von Icehouse sicherte sich Platz 1, vor Zeni Levi Winter (SC DHfK Leipzig) und Jan Fröber. Die FCW-Fahrer Jan Bremer wurden Sechster, Wenzel Heitmann und Moritz Grüner 16. Und 17. Auf den 27.,32. und 41. Rang kamen Jonas Franz, Fritz Schramm und Leonard Pöhlmann. Die ersten fünf Plätze bei den Mädchen wurden von Oberfranken belegt. Luna Will aus Redwitz wurde vor Johanna Stichling aus Scheßlitz Erste. Dritte wurde die Fichtelgebirgsracerin Maria Johanna Lohmeyer. Auf den Plätzen vier und fünf folgten die BSBlerinnen Amelie Knauer und Charlotte Weich.
Bei den U 9ern siegte Jedlička, Štěpán von Assti Bajkeri aus Tschechien. Der FCW-Fahrer Jan Schneider wurde Zweiter. Dritter wurde Nico Brandl vom RSV Grafenau. Die Wüstenselbitzer Felix Grüner und Moritz Watzlawzyk erreichten die Plätze 15 und 24. Lukas Franz gab auf.
Auch bei den Mädels gewann eine Assti Bajkeri-Fahrerin, Pucelikova, Katerina. Wie bei den Jungs belegte auch hier eine Wüstenselbitzerin, Lilly Bremer, den zweiten Platz. Emma Leupold vom TV 1875 Burglengenfeld wurde Dritte. Frieda Plachert ( FCW) wurde Fünfte.
Die Bambinis in der U 7 machten es ganz spannend. Zwischen den ersten drei lagen nur fünf Sekunden. Den ersten Platz erreichte Gerry Horn von den KTM-Freunde Horn'sgrün. Zweiter wurde Aaron Hückmann vor dem Wüstenselbitzer Jonas Böhm. Die weiteren Wüstenselbitzer wurden Achter und 17., Leo Söllner und Konstantin Künzel. Nicht ganz so spannend war es bei den Mädchen.
Wintzer Franka vom Team Icehouse e.V. gewann, auf den Plätzen zwei und drei folgen Anne Lucas vom SC Wunsiedel und Clara-Luise Vierthaler ( FCW ).
In der Staffel siegte das Team Oberland vor Team Oberbayern. Dritte wurde RSV Grafenau. Die FCW Staffel wurde Fünfte.

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MTB Riva 2017

Wüstenselbitz- Zum wiederholten Male suchte der Wüstenselbitzer Marathon-Man die Herausforderung des Rocky Mountain Bike-Marathon in Riva am Gardasee. Schon die Anreise hatte einen Wettkampf Charakter. „Ab München stürmte und schneite es auf der Autobahn, vor allem am Irschenberg und Brenner, was mit Sommerbereifung kein Spaß war. Wir meisterten diese erste Hürde und wurden auf der italienischen Seite mit zweistelligen Temperaturen entschädigt“, schildert Titus das Anreise-Dilemma.
Auch dieses Jahr hatte er sich wieder für die „Ronda Grande“ mit 74 Kilometern und 2800 Höhenmetern entschieden. Für die insgesamt knapp 2500 Teilnehmer haben vier Streckenlängen zur Auswahlgestanden, die „Facile“ mit 29 Kilometern und 700 Höhenmetern, die „Piccola“ (44km/ 1500HM), die „Grande“ und die „Grande extrema“ (90km/3800HM). Schon im letzten Jahr konnte er auf der für ihn perfekt zugeschnittenen Runde eine gute Performance abliefern. Gleiches hatte er sich für dieses Jahr vorgenommen.
Nach dem Start ging es zunächst auf der Hauptstraße Richtung Arco mit dem futuristischen Monolithen. Damit sollte das Feld auseinandergezogen werden, bevor es in den ersten langen Anstieg ging. Schon auf diesen ersten vier Kilometern versuchte der Wüstenselbitzer möglichst viele Positionen gut zu machen. Trotzdem verlor er bei einem Stau bei den ersten Höhenmetern ziemlich an Zeit.
„Als der Weg dann breiter wurde konnte ich richtig gut aufs Gas drücken und Platzierung um Platzierung gut machen“, so Titus, der sich seinen Ärger über die verlorene Zeit so richtig aus den Beinen strampelte. Nach einigen weiteren Höhenmetern konnte er mit Dominik Thiel von der BSB Bayreuth einen Fahrer aus der Heimat überholten. Auch seinen ehemaligen Teamkollegen Ludwig Döhl, mit dem er 2009 die Trans Alp meisterte, konnte er noch vor der Streckenteilung überholen.
Die schlechten Wetterbedingungen an den Tagen zuvor machten die Strecke nicht schneller und vor allem technisch nicht einfacher. Am höchsten Punkt – 1500 Meter über Meeresspiegel am Prati del Granzoline – hatte es gerade drei Grad, der Boden war teils gefroren und teils sehr matschig, das felsige Gelände gefährlich rutschig. Bis zu diesem Punkt war bei dem FCW´ler alles super gut gelaufen. Dur die Kälte bereitet ihm etwas Probleme, „in den folgenden Abfahrten spürte ich die Füße kaum“ und musste deshalb an den letzten kleineren "Buggln" etwas Federn lassen und Tempo rausnehmen.
In der letzten langen Abfahrt in Richtung Arco hat er aber nochmals alles aus sich herausgeholt, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 78 Stundenkilometern.
Die letzten Kilometer Richtung Ziel auf flachem Gelände mit starkem Gegenwind wurden dann doch noch einmal richtig hart, „Plätze verlor ich aber keine mehr“.
Nach einer Fahrzeit von 4:12:9 Stunden kam Titus in der Herrenwertung der „Ronda Grande“ als 34. von 457 Finishern ins Ziel. In seiner Altersklasse bedeutete dies den 30. Platz, „und damit bin sehr zufrieden“, zog der Wüstenselbitzer Resümee.
he

BL Altenstadt 2017

Im oberpfälzischen Altenstadt an der Waldnaab hat das zweite MTB-Bayerligarennen der Saison stattgefunden, an dem der FC wüstenselbitz mit zwei starken jungen Damen vertreten war.
Weil das Rennen gleichzeitig zum Jura-Mountainbike-Cup zählt, gab es schöne große Starterfelder. So musste sich Stefanie Pfaffenberger in der U15 mit zehn Mädchen konkurrieren. Die Bayernligafahrerin kontrollierte während des gesamten Rennens über dreimal 3,7 Kilometer das Feld. Der gleichzeitige Start mit den Jungs brachte Steffi zwar Anfangs absolut keine Vorteile, denn sie wurde im Startloop von etlichen Jungs dermaßen ausgebremst, das sie als Fünfte auf ihre erste Runde einbiegen konnte. Aufgrund der vielen Trails und der engen Waldwege war es für sie schwer sich nach vorne zu arbeiten. Durch ihre kämpferische Beharrlichkeit schaffte sie es noch bis auf Platz drei vorzufahren und beendete das Rennen auch auf diesem Ranf, mit einem komfortablen Vorsprung auf Platz vier.
Noch besser ist es bei Theresa Wolfrum gelaufen, sie konnte gleich zu Beginn des Rennens an die Spitze des Damenfeldes setzten und hat die Führung bis ins Ziel nicht mehr abgegeben. „Obwohl mir die Strecke eigentlich gar nicht lag. Zu flach, kaum Anstiege. Wenigstens konnte ich in der längeren technischen Passage mit Rockgarden einiges an Zeit gut machen“, resümierte die Ghost-Fahrerin.
he

Martin Gluth in England 2017

Mit viel Leidenschaft und Krafteinsatz bereitet sich Martin Gluth vom englischen OMX Pro Bike Team auf den Weltcup Auftakt in Novo Mesto in Tschechien vor, der in zwei Wochen auf dem Programm steht. „Dann geht für mich die Saison so richtig los“, brennt der Wüstenselbitzer, der deshalb in diesem Jahr auch nicht bei seinem Heimrennen am Reusenberg, das am gleichen Tag stattfindet, starten kann.
Am letzten Wochenende ist er in London auf der Olympiastrecke von 2012 erfolgreich gefahren. Bei dem Rennen waren auch einige Top-Fahrer der Welt am Start. Das Rennen hat im "Hadleigh Park" stattgefunden. „Für mein Team ist es quasi das "Heimrennen“, mein Team Manager wohnt nicht weit von dort und "Hadleigh Park" ist Sponsor unseres Teams“, erklärt der MTB-Profi.
Nach der ersten Runde hatte sich eine sechsköpfige Spitzengruppe gebildet, in der auch der FCW´ler mitmischte. Mit dabei die beiden Cannondale Factory Racing Profis Maxime Marotte und Manuel Fumic, sowie der Neuseeländische Meister Anton Cooper, der Britische Meister Grant Ferguson und der Australische Meister Dan McConnell.
Nachdem Cooper in der ersten Runde das Tempo bestimmt hatte, nahmen dann die Cannondale Fahrer das Rennen in die Hand und drückten ordentlich aufs Gas. Gluth hatte sich in der Gruppe zu weit hinten eingereiht und hatte Mühe das Tempo zu halten. Bis Ende der dritten Runde war er noch mit unter den Leuten, verlor dann aber mehrmals den Kontakt bis irgendwann die Lücke zu groß war.
So musste er vier weitere Runden alleine den Rest der Fahrer in Schach halten. Keine leichte Aufgabe auf dem sehr schnellen und offenen Kurs, wo Windschatten eine große Rolle spielt. „Trotzdem ist es mir gelungen einen schnellen Rhythmus beizubehalten und den sechsten Platz ins Ziel zu bringen“, zeigt sich Gluth mit seiner Form zufrieden. Es sei alles perfekt geplant, damit die Form beim Weltcup Auftakt in zwei Wochen bei hundert Prozent ist.
he

Schneckenlohe 09.04.2017

Quantensprung Bad Kötzting

Beim Quantensprung-Finale in der Spielbank Bad Kötzting/Oberpfalz standen die Siegervereine im Rampenlicht.

Der FC Wüstenselbitz zählt beim Wettbewerb „Quantensprung“ – Vereinsarbeit im nächsten Jahrzent- zu den fünf Siegern aus ganz Bayern.
Verdientermaßen ausgezeichnet wurden bei der Quantensprung-Gala im Bayerischen Wald die Leistungen der Vereine, die mit viel ehrenamtlichem Engagement dafür gesorgt haben, dass ihre Vereine mit innovativen Ideen ins „nächste Jahrzehnt“ starten. Insgesamt waren 141 Bewerbungen aus ganz Bayern eingegangen. Bereits zum neunten Mal wurden wieder fünf Vereine mit jeweils 4000 Euro prämiert, die die Zeichen der Zeit erkannt und sich getraut haben, neue Wege einzuschlagen.
Vom BLSV und seinem langjährigen Quantensprung-Partner LOTTO Bayern geehrt
wurden unterschiedliche Projekte. Sie haben gezeigt, dass Breitensport Großes leistet, weil er Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft zusammenbringt und verbindet.

Die weiteren geehrten Vereine:

Circusverein Neumarkt
Rudergemeinschaft Olympos Würzburg
Schwimmverein Grafing-Ebersberg
Ammersee Sportverein Dießen

FC Wüstenselbitz (Projektveschreibung)
Die Zeichen der Zeit erkannt haben die Oberfranken und eine große Summe in die Hand genommen, um sich finanziell und aktiv bei Planung und Gestaltung des „Outdoor Parc Frankenwald“ einzubringen. Der Park, ein Gemeinschaftsprojekt von zwei Kommunen und einem Nachbarverein, ist in drei Standorte mit unterschiedlichen Sportangeboten unterteilt. Der FC Wüstenselbitz, ursprünglich ein traditioneller Fußballverein, hat sich mit seinen noch jungen Sparten Mountainbike und Skilanglauf verpflichtet, die Pflege der Trails und Loipen für zwölf Jahre zu übernehmen. Die Einstiegsstellen sind übrigens direkt am Sportgelände. Der Verein stellt zudem allen Aktiven, die im Park sporteln wollen, Umkleideräume zur Verfügung.
Das gesamte Angebot ist kostenlos und sorgt für viel Aufschwung in der Region. Daran
beteiligt sind auch Mountainbiker, die mittlerweile aus ganz Deutschland anreisen, um auf den anspruchsvollen Bikeparcours ihre Runden zu drehen. Doch auch in den eigenen Reihen ist das Interesse gestiegen, und so freut sich der Verein über viele neue Mitglieder im Jugendbereich.

Der Film zum Quantensprung


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